Gleichgewicht und Koordination
11-08-2020 09:00:00
Die Antwort auf die Frage „Gibt es ein Handbuch für Balance- und Koordinationsübungen?“ lautet: nein, das gibt es nicht für jede Übung. Dein Hund und du bestimmen, welche Übungen gemacht werden – abhängig von Belastbarkeit, Möglichkeiten und Einschränkungen.
So haben wir in unseren Workshops Balance und Koordination gesehen, dass eine Übung bei vier Hunden (und Hundeführern) jeweils etwas anders angeleitet oder ausgeführt wird – und dass dieselbe Übung plötzlich ganz anders aussehen kann … Unten geben wir dir 5 wichtige Tipps, um dir den Einstieg ins Üben von Balance und Koordination zu erleichtern.
- Weniger = mehr
Bei vielen (den meisten) Übungen gilt tatsächlich: weniger ist mehr. Koordination dreht sich um den Prozess, Informationen im/vom Körper aufzunehmen und diese über Reflexe und bewusste (Re)Aktionen in eine passende Reaktion umzusetzen (z. B. Anpassung der Muskelspannung oder Gewichtsverlagerung). Weniger Bewegung und mehr Ruhe und Stehen bedeutet für viele Hunde „mehr“ fühlen – und genau diese fast unsichtbaren Reaktionen im Körper sind die feinen Übungen, die zu einem besseren Körperbewusstsein beitragen.

- Futterposition und -häufigkeit
Durch das Hinzufügen von Futterbelohnungen bringen wir unseren Hund aus dem Gleichgewicht. Bei vielen Übungen ist die Position des Futters ein wichtiger Faktor für die Belastung des Körpers. Das Bewusstsein über deinen Einfluss – über das Futter – ist sehr wichtig, um Übungen erfolgreich durchführen zu können.


- Viel schauen, beobachten lernen
Haltung und Bewegung: Steht ein Hund mit seinem Gewicht gleichmäßig auf vier Pfoten? Steht (oder liegt) er gerade oder eher gebogen? Lehnt er sich mehr zu einer Seite oder liegt er öfter auf einer Hüfte? Das sind nur einige der vielen Dinge, auf die du achten kannst, die dir etwas über das körperliche Wohlbefinden deines Hundes verraten.


- Strukturiert arbeiten
Lieber mit ein paar Basismaterialien und Basisübungen anfangen. Beginne mit Übungen auf stabilem Untergrund, achte darauf, dass dein Hund weiß, was von ihm erwartet wird, und beachte deine eigene Koordination beim Anleiten und Belohnen. Erweitere dann schrittweise die Übung auf instabilere Untergründe und behalte vor allem im Kopf, dass je kleiner die Übungen, desto schwieriger sie oft sind.
- Kenne deine Stärken
Wisse, worin du gut bist, arbeite zusammen und sorge dafür, dass du ein Netzwerk von Menschen um dich hast, an die du weiterverweisen kannst. So können wir gemeinsam Menschen helfen, das Beste aus sich und ihrem Hund herauszuholen!
Wusstest du, dass 5 Minuten Training manchmal schon ganz schön anstrengend sein können?!
Möchtest du mehr über Balance- und Koordinationsübungen erfahren?
Dann nimm Kontakt mit uns auf. Du kannst dich auch an Desire Keun von Dogs in Balance wenden, um mehr über ihre Balance- und Koordinationstrainings zu erfahren.
Viel Spaß beim Üben!