
Ziel dieser Übungen ist es, gemeinsam bewusstes Bewegen zu lernen. Bodenarbeitsübungen können als schöne Aktivität oder als Vorbereitung auf den Sport eingesetzt werden. Bevor du sagst: „Das will ich auch!“, sollte zuerst die Frage kommen: „Will mein Hund das auch? Und ist er dafür geeignet?“ Für Bodenarbeit muss man sich geschmeidig bewegen können. Du machst es GEMEINSAM mit deinem Hund – frei oder an einer lockeren Leine –, wobei der Hund immer die Wahl haben muss, auszusteigen. Und du machst es zunächst selbst. Trocken, ohne Hund. Zehnmal hin und her über die Stangen, in verschiedenen Tempi, damit du weißt, was du deinem Hund abverlangst. Danach misst du deinen Hund aus und legst die Materialien in einem Abstand, der für deinen Hund ideal zu bewältigen ist. Wenn sich das alles gut anfühlt, beginnst du, mit Abständen, Geschwindigkeiten, Settings und Materialien zu „spielen“. Dann wirst du hören, sehen und erleben, was Flow und Rhythmus ist. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würdet ihr gemeinsam mit deinem Hund von der Welt abheben. Und das macht so viel Spaß!

Tipp für den Abstand der Cavaletti:
Mach aus deiner Stange ein Maßband und markiere sie mit Klebeband – mit den Abständen zwischen Vorder- und Hinterpfoten (in stehender Position). Mit diesem Maß kannst du anschließend deinen Parcours aufbauen. Mach die Übung niemals zu lange am Stück und beginne mit maximal 5 Stangen.
Möchtest du noch mehr Bodenarbeitsübungen sehen? Schau dir hier das Video vom Bodenarbeits-Workshop an, gegeben von Judith Lissenberg. Im Video arbeiten wir mit fortgeschrittenen Hunden (und Haltern). Während des Workshops wurden verschiedene Trainingsmaterialien wie Reifen, Stangen, Speedleitern und das Koordinationsreifenset verwendet.
Viel Spaß mit deinen Bodenarbeitsübungen!
