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Wenn das Ende kommt

Seit vielen Jahren hast du deinen treuen Gefährten an deiner Seite. Unvermeidlich wird er älter, bekommt kleine Beschwerden und bewegt sich immer weniger geschmeidig. Der Moment des Abschieds rückt mit großen Schritten näher. Du beginnst dich darauf vorzubereiten. Wann wird Leben zu Leiden und wann ist es Zeit, diese eine Entscheidung zu treffen? Wann kommt das Ende?

Genau wie wir werden auch unsere Haustiere dank besserer Pflege und besserer Lebensumstände immer älter. Die stetig wachsende Qualität der tiermedizinischen Versorgung sorgt dafür, dass unsere Hunde lange bei uns bleiben können. Gerade im Alter kann gute Pflege enorm helfen. Doch wann wird das Leben wirklich zum Leiden? Du versuchst weiterhin, Linderung für die Beschwerden deines geliebten Hundes zu finden, aber es hilft nicht mehr oder nicht mehr ausreichend. Dann ist es Zeit, diese schwere Entscheidung zu treffen. Oft fühlt es sich so an, als wärst du zu spät dran gewesen. Fühle dich nicht schuldig, das geht fast jedem so.

Der Termin ist gemacht und du gehst gemeinsam mit deinem Gefährten zum Tierarzt. Natürlich bleibst du bei deinem Hund. Ihr seid gemeinsam durchs Leben gegangen, also begleitest du ihn auch bis zur Regenbogenbrücke. Die letzten gemeinsamen Momente sind wertvoll und du lässt deinen Hund nicht allein. Dein Hund befindet sich an einem Ort, an dem meist keine schönen Dinge passieren, umgeben von Menschen, die er nicht oder kaum kennt. Du bist emotional aufgewühlt und das merkt er sofort. Ihn in diesem Moment allein zu lassen, würde deinem Hund unnötigen Stress bereiten und ihn sogar in Panik versetzen. So möchtest du natürlich nicht, dass die letzten Momente deines Hundes auf dieser Erde aussehen. Traurig zu sein ist völlig in Ordnung und ganz natürlich, und der Tierarzt, der euch begleitet, weiß das sehr gut. Du bekommst auch alle Zeit und Ruhe, um Abschied von deinem geliebten Gefährten zu nehmen.

Trauerprozess

Danach beginnt der Trauerprozess. Jeder verarbeitet diesen auf seine eigene Weise. Wenn du deinen Hund mitnimmst, um ihn zu begraben, hast du einen Ort, den du besuchen kannst. Informiere dich vorher bei deiner Gemeinde, ob dies erlaubt ist. Du kannst dein Tier auch auf einem Tierfriedhof beerdigen lassen oder zu einem Krematorium bringen. Eine weitere Möglichkeit ist, dein Tier beim Tierarzt zur Entsorgung zu lassen. Möchtest du vielleicht eine Haarsträhne aufbewahren, um daraus etwas Schönes machen zu lassen? Auch das ist möglich. Alles ist gut, es gibt kein Richtig oder Falsch.

Ein paar Tipps

Was hilft, wenn du deinen Gefährten sehr vermisst? Wir geben dir ein paar Tipps.

Gestalte dein Wohnzimmer etwas um
Räume das Körbchen und andere Kissen, auf denen er liegen durfte, weg und stelle etwas anderes an diese Stelle. So verhinderst du, dass dein Blick immer wieder auf den leeren Platz fällt. Reinige alles gründlich, wasche Decken, Kissen und Matten und verstaue sie.

Schaffe einen Ort zum Erinnern, wenn du das Bedürfnis danach hast
Ein schönes Foto in einem Rahmen mit einer Kerze daneben kann sehr helfen.

Hast du noch einen weiteren Hund? Schenke ihm besonders viel Aufmerksamkeit
Genau wie du hat auch dein anderer Hund seinen Gefährten verloren und versteht vielleicht nicht, warum er nicht zurückkommt. Oft sieht man, dass es in der Zeit vor dem Abschied bereits zu einer Art Loslösung kommt, doch bei einem plötzlichen Verlust ist das nicht der Fall. Wenn du deinen Hund begräbst, lass deinen anderen Hund am Körper riechen und ihn untersuchen. Auch für den Trauerprozess deines Hundes ist dies ein wichtiger Schritt.

Nimm ein altes oder neues Hobby auf, zu den Zeiten, in denen du sonst mit deinem Hund beschäftigt warst
Ablenkung kann entspannend wirken und tut deiner Stimmung gut. Achte darauf, dass es wirklich etwas ist, das dir Freude macht.

Suche neue Spazierwege oder verändere eine vertraute Route
Es kann gut sein, dass du noch lange nach deinem Gefährten suchst während des Spaziergangs. Dass du dich umschaust, ob er noch hinter dir läuft, oder unbewusst stehen bleibst, weil du weißt, dass er nicht mehr so schnell ist. Das braucht Zeit, um sich abzulegen, und andere Wege können dabei helfen.

Sprich über deine Trauer
Das hilft dir und deiner Familie bei der Verarbeitung. Teilt Erinnerungen miteinander, wenn ihr das Bedürfnis dazu habt.

Vermisst du einen Hund sehr? Dann kannst du vielleicht helfen, indem du als Hundesitter einspringst oder während der Urlaubszeit eine Pflegebetreuung übernimmst. So hast du wieder einen Hund um dich, ohne dass er direkt den Platz deines eigenen Tieres einnimmt.

Es wird mit der Zeit leichter. Es klingt vielleicht klischeehaft, aber es stimmt wirklich. Auch wenn jeder Hund ein kleines Stück deines Herzens mitnimmt, bleibt genug übrig, um es einem zukünftigen neuen Gefährten zu schenken. Wenn du wieder bereit dafür bist, kommt ganz von selbst etwas auf deinen Weg, dem du all deine Liebe und Aufmerksamkeit geben kannst.

Für immer im Herzen

Dieser Artikel wurde in Gedanken an Siërra geschrieben. Siërra war ein Straßenhund aus Spanien und ist fast 13 Jahre alt geworden.
Vielleicht hast du Siërra schon einmal auf Fotos gesehen, auf denen sie mit großer Freude mit Sport- und Spielmaterialien trainiert.

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