Ruhe und Erholung
Ein Teil des Trainings besteht darin, deinen Hund stärker und ausgeglichener zu machen. An dieser Stelle kommt ein wenig Trainingstheorie ins Spiel. Zunächst eine kurze Erklärung zu Homöostase und Superkompensation.
Während dein Hund trainiert, wird Glykogen aus den Muskeln verbraucht. Das ist eine Störung des normalen Gleichgewichts im Körper, man nennt das eine Störung der Homöostase.
Mit Homöostase ist gemeint: "die Tendenz eines Organismus, ein inneres Gleichgewicht aufrechtzuerhalten".
Ein Hund kann nur richtig funktionieren, wenn alle Dinge im Körper im Gleichgewicht sind.
Beim Training stören wir diese Homöostase. Infolgedessen repariert sich der Körper selbst und beginnt, sich auf diese Störungen vorzubereiten. Diese Neuanpassung des Körpers nennen wir die Trainingseffekte. Die Leistungsfähigkeit ist auf einem höheren Niveau, nachdem man sich vollständig vom Training erholt hat. Das nennt man Superkompensation.
Um diese Superkompensation zu erreichen, sollte ein Hund auch Ruhe bekommen. Das bedeutet also, dass er ein paar Tage lang nicht trainiert. Die Zeit, die benötigt wird, um das Muskelglykogen wieder vollständig aufzufüllen und sich auf das nächste Training vorzubereiten, dauert etwa 48-72 Stunden.

Schlafendes Lernen
Beim Gleichgewichtstraining arbeiten wir auch an der mentalen Ausbildung deines Hundes. Die Lernphase wird weniger körperlich und mehr geistig anstrengend sein. Auch hier ist Ruhe sehr wichtig. Dein Hund braucht Zeit, um das Gelernte ‘landen’ zu lassen. Weniger ist mehr gilt in diesem Fall voll und ganz.
Mit 5-15 Minuten Training ein paar Mal pro Woche wird es letztendlich weniger Zeit in Anspruch nehmen, das Gelernte in die Praxis umzusetzen, als wenn das Training öfter und/oder länger durchgeführt wird. Du kannst mehr über diese interessante Forschung in diesem Artikel von Doggo.co.uk lesen.
In diesem Artikel von Doggo.co.uk.
Die fortgeschrittenen Übungen Eine Abwandlung dieser Übung ist die Rückwärtsdrehung um die Hinterhand. Das ist das Gleiche wie die Drehung um die Vorhand, nur dass jetzt die Hinterbeine auf dem Balancepad bleiben. Variation zu dieser Übung ist eine Drehung um die Hinterhand.
Übung 2: Stehen auf zwei Balancekissen
Wenn dein Hund mit den Grundübungen aus Teil 2 vertraut ist, kannst du mit den ausgefeilteren Übungen beginnen.
Übung 1: Drehung
Seitwärts mit den Hinterbeinen zu treten, während die Vorderbeine auf dem Kissen bleiben, ist eine lustige Übung. Der Einfachheit halber nennen wir das eine Drehung um die Vorhand. Die Vorderbeine bleiben auf dem Balancekissen, und mit einem Futter kannst du deinen Hund dazu bringen, sich um die Achse des Balancekissens zu drehen. Du kannst deinen Hund dabei lenken, indem du deine Schulter, die dem Hund am nächsten ist, in die Richtung bewegst, in die der Hund gehen soll. Baue diese Übung schrittweise auf. Ein oder zwei Schritte reichen am Anfang aus.
Lerne, dass dein Hund sich sowohl nach links als auch nach rechts drehen kann.
Produktbild: Stabilitätsrad
Wie der Hund auf dem Bild zeigt, kannst du auch zwei Balance-Kissen verwenden.
Das bedeutet, dass dein Hund über das erste Balancekissen laufen muss, um mit seinen Vorder- und Hinterbeinen auf zwei verschiedenen Balancekissen zu landen. Das hat den Vorteil, dass sich die Vorder- und Hinterpfoten bei der Balancierkissenunterbrechung nicht gegenseitig stören.
Produktbild: FitPaws® K9FITbone Balancekissen
Stehen auf den Balance Steinen oder den Mooffz Trittsteinen
Die Mooffz Trittsteine und Balance Stones sind kleiner als ein normales Balancekissen, aber groß genug, dass ein Bein auf jedem Trittstein stehen kann.
Produktbild: Balance bar
Übung 3: Arbeiten mit één Balance-Plättchen
>Die Balance Tiles sind etwas größer als die Mooffz Trittsteine und haben Noppen, die deinem Hund etwas mehr Halt geben und außerdem die Nervenenden zusätzlich stimulieren. Lass den Hund beide Vorderpfoten auf ééeine Balance Fliese stellen und bring deinem Hund bei, sitzen zu bleiben, während du um ihn herumgehst. Versuche dies auch im Stehen!
>Übung 4: Arbeit mit Mooffz Trittsteinen
Auch diese Übung kann zuerst mit zwei Beinen und später mit vier Beinen ausgeführt werden, wie unten gezeigt. Die Übung "Vorderpfoten hoch" oder "Hinterpfoten hoch" auf 2 Trittsteinen oder Balancefliesen ist etwas schwieriger als auf einem großen Balancekissen. Fortgeschrittenen Hunden kann beigebracht werden, alle vier Pfoten auf einen separaten Trittstein zu stellen. Bringe die Trittsteine in die richtige Position für deinen Hund. Durch Benennen und Belohnen zum richtigen Zeitpunkt kannst du deinem Hund sogar den Unterschied zwischen rechts vorne, links vorne, rechts hinten und links hinten beibringen.
Die Mooffz Trittsteine sind luftgefüllt und daher in der Schwierigkeit variabel.

Produktbild: Mooffz Trittsteine
Übung 5: Sit-sta-seat
Dafür brauchst du ein Balancekissen in der Größe deines Hundes. Eigentlich ist die Übung selbst nicht so kompliziert, aber die Tatsache, dass sie auf einem Balancekissen ausgeführt wird, macht sie schon viel schwieriger. Dies ist auch eine gute Übung, um die Rumpfmuskulatur zu trainieren.

Produktbild: Extreme Balancekissen 80 cm
Übung 6: Sitz-Tief-Sitz
Für diese Übung brauchst du ebenfalls ein Balancekissen in der Größe deines Hundes. Die Übung ist eigentlich eine Variation der vorherigen Übung. Auch dies ist eine gute Übung, um die Rumpfmuskulatur zu trainieren.
Übung 7: Één Pfote hoch
Dies ist eher eine lustige Gehorsamsübung und eine Übung für das Körperbewusstsein deines Hundes. Wenn dein Hund bereits mit Trittsteinen vertraut ist, muss das nicht so kompliziert sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist diese Übung ein lustiger Einstieg.
Es wurde bereits mit ‘Vorder-/Hinterpfoten hoch’ geübt, jetzt wird die Übung etwas komplizierter, indem nur ééeine Pfote hoch verlangt wird. Zunächst führst du deinen Hund auf das Balancekissen und lässt ihn dann mit ééeiner Pfote auf dem Kissen stehen. Das belohnst du.
Nachdem er das ein paar Mal gemacht hat, verbindest du ein Kommando damit. “Gut gemacht!!! Das ist één (Vorder-/Hinter-)Pfote hoch!” oder eine Variation. Es muss jedoch ein deutlicher Unterschied in den Kommandos’s bestehen, sonst wird dein Hund verwirrt.
Produktbild: Balance Pillow Senior
In dieser Serie zum Thema Gleichgewicht haben wir vor allem über das Gleichgewichtskissen gesprochen. Einfach weil es diese in vielen verschiedenen Formen, Größen und Farben gibt. Das heißt aber nicht, dass Gleichgewichts- und Koördinationsübungen nicht auch mit anderen Materialien gemacht werden können. Denk zum Beispiel an einen Erdnussball, einen Donut, ein Balance Board und viele andere Dinge. In diesem Fall ist nur deine eigene Kreativität und natürlich die Sicherheit deines Hundes der begrenzende Faktor.
>Wir danken dir für die Lektüre und wünschen dir viel Spaß mit diesen Gleichgewichtsübungen!"