Was genau ist Balance?
Was ist überhaupt Balance?
Gleichgewicht ist die Fähigkeit, den Körperschwerpunkt mit minimalen Haltungsbewegungen innerhalb der Stützebene zu halten. Tatsächlich ist Gleichgewicht die Fähigkeit, den Körper zu kontrollieren und seinen Platz im Raum während der Bewegung und im Stillstand zu bestimmen.
Drei verschiedene Körpersysteme werden dafür genutzt:
Diese drei Systeme arbeiten für ein optimales Gleichgewicht und Reaktionsvermögen zusammen.
Das Gleichgewichtstraining funktioniert durch die Anpassung der Auflagefläche, zum Beispiel durch ein Balancekissen oder ein Balancepad. Um im Gleichgewicht zu bleiben, muss der Schwerpunkt über die Stützfläche verlagert werden, um aufrecht zu bleiben.
Ein Wort der Vorsicht ist angebracht
>.Zunächst einmal zielt das Gleichgewichtstraining darauf ab, die Kraft und die Koordination deines Hundes zu verbessern. Dazu ist ein gutes Verständnis der Biomechanik, Körpersprache und Belastbarkeit deines Hundes notwendig. Wenn du das noch nicht so gut weißt, dann musst du erst noch einmal studieren oder Unterricht in einer Hundeschule oder bei einem Tierphysiotherapeuten nehmen.
Im Eifer des Gefechts können sowohl der Hundeführer als auch dein Hund über ihre Grenzen gehen. Geh es ruhig an, arbeite in kurzen Einheiten, so vermeidest du Verletzungen. Die Interaktion zwischen dir und deinem Hund ist viel wichtiger als der ‘Trick’.
Die Interaktion zwischen dir und deinem Hund ist viel wichtiger als der ‘Trick’.
Wie im ersten Absatz beschrieben, sind gute Augen und Ohren wichtig für das Gleichgewichtstraining. Für einen älteren Hund, der Seh- oder Hörprobleme hat, ist das Gleichgewichtstraining keine so gute Idee. Ein junger Hund, der blind oder taub ist, kann vom Gleichgewichtstraining sogar profitieren. Die Stärkung der vorhandenen Sinne kann viele Vorteile für deinen jungen Hund haben.
>Dieser Text richtet sich nicht an Hunde, die eine Rehabilitation brauchen, die körperliche Probleme haben, gerade operiert wurden oder Bewegungskorrekturen brauchen. Sie sollten ihre Übungen unter der Anleitung eines Tierphysiotherapeuten machen. Der Tierphysiotherapeut ist auf Bewegung und den Bewegungsapparat spezialisiert und wird dir hervorragend helfen können.
Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete
>Balance-Training ist eine Kombination aus Gehorsam und Teamarbeit. Ohne dich kann dein Hund es nicht schaffen. Gemeinsam arbeitet ihr bei den Übungen an Gelassenheit und Gehorsam. Dein Hund soll Freude an der gemeinsamen Arbeit mit dir haben, nicht an der Übung selbst. Es ist hilfreich, wenn dein Hund daran gewöhnt ist, auf fremden Materialien zu stehen, z. B. auf einer umgedrehten Probenwanne, einem stabilen Pouf, einem Stück Plane oder etwas anderem. Je mehr dein Hund daran gewöhnt ist, etwas unter seinen Pfoten zu haben, desto einfacher wird es sein.
Um richtig einschätzen zu können, was du von deinem Hund verlangst, solltest du die geforderte Übung zunächst selbst (teilweise) durchführen. Stell dich auf ein Balancekissen, ein Balancebrett, Trittsteine oder ein Balancepad und erlebe, wie es sich anfühlt.
Produktbild: Großes Balancekissen inklusive Unterlage
Die Luftmenge in einem Balancekissen ist ebenfalls wichtig. Wenn du die Luftmenge variierst, variiert auch der Schwierigkeitsgrad. Ein Balancekissen ist stabiler, wenn es hart ist, während ein anderes Balancekissen stabiler ist, wenn es weniger Luft enthält. Das ist eine Frage von Versuch und Irrtum. Bevor du anfängst, solltest du die Länge der Nägel deines Hundes überprüfen, um Schäden zu vermeiden.
Beginne mit ausgleichendem Material, das niedrig ist. Das macht die Schwelle im wörtlichen und übertragenen Sinne weniger hoch und ist für deinen Hund attraktiver, um spontan mit der Arbeit zu beginnen.
Produktbild: Balancierunterlage
Die Einführung
>Bei der Einführung der Balance-Materialien verlangen wir in dieser Phase sehr wenig von deinem Hund. Das Wichtigste ist, dass die erste Einführung ruhig und angenehm für Hund und Halter ist.
Lass deinen Hund erst einmal das Produkt kennenlernen, auf das er seine Pfoten setzen soll. Lass ihn es in aller Ruhe anschauen, beschnuppern und ertasten. Lege zum Beispiel ein wenig Futter auf das Balanciermaterial, um es attraktiver zu machen. Das Schlüsselwort hier ist Gelassenheit. Wird dein Hund ganz hektisch wegen des ungewohnten Balanciermaterials? Dann mach einen kleinen Spaziergang oder lass ihn sich eine Weile hinsetzen und versuche es dann erneut.
Produktbild: Mooffz Soft Play Schaumstoffblöcke Set 6-teilig Anti-Rutsch
In Teil 2 dieses Artikels werden wir einige grundlegende Übungen besprechen. So kannst du auf sichere Art und Weise mit dem Gleichgewichtstraining beginnen.
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